Radhi
Radhi

Aussprache: al raadhiy
arabisch:
 الراضي
persisch:
englisch: Radi

Bild: Verwandtschaft und Regierungezeiten der 16.-26. Abbasidenkalifen

907 - 940 n.Chr.

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Al-Radhi war der 20. Kalif der Abbasiden. Er lebte 907-940 n.Chr. und regierte ab 934 bis zu seinem Ableben. Mit vollständigem Namen hieß er Abu l-Abbas Muhammad ar-Radi (أبو العباس محمد الراضي بالله). Sein Vater war der 18. Kalif Muqtadir. Radhis Thronbesteigung erfolgte aber erst nach seinem Onkel Qahir.

Er gilt als letzter Kalif der Abbasiden miteiniger Kontrolle übe die innere Zerrissenheit in der Dynastie.

Nachdem 936 n.Chr. die Unruhen unter der Bevölkerung von Bagdad sowie Truppenmeutereien zunahmen, übertrug Radhi dem General Ibn Raik die höchste zivile und militärische Gewalt. Zwar gelang es zunächst die Befriedung des Landes zu bewirken, aber Radhi hatte damit ein weiteres Machtmittel der Abbasiden aus der Hand gegeben. Auch konnten Kämpfe um das Kalifat nicht unterbunden werden, da Ibn Raik bald von anderen Konkurrenten gestürzt wurde.

Am Ende der Regierungszeit Radhis wurde von den Abbasiden nur noch Bagdad und die nähere Umgebung kontrolliert. Wie bedeutungslos das Kalifat geworden war, aber auch das Ausmaß der inneren Zerrisnheit des Systems wird daran erkennbar, dass erst fünf Tage nach dem Tod Radis in 940 n.Chr. mit dessen Bruder Muttaqi ein neuer Kalif eingesetzt wurde.

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